Die drei Säulen des Karatedō

 

1. Kihon (Grundschule)

Das Kihon ist das "Einmaleins" im Karate. Hier lernt der Karateka alle Grundtechniken, die aus vielen verschiedenen Angriffs- und Abwehrtechniken, kombiniert mit Schrittstellungen, bestehen. Die Übungen werden ohne Partner durchgeführt und es wird großes Augenmerk auf die Präzision der durchgeführten Technik gelegt.
Das Perfektionieren des Kihon hat, trotz der Bezeichnung "Einmaleins", niemals ein Ende. Von Gürtelgrad zu Gürtelgrad werden die Übungen anspruchsvoller und komplexer, was den Karateka dazu zwingt sich ständig an Neuem zu versuchen und das bereits Erlernte stetig zu verbessern.

 

2. Kata (Schattenboxen)

Bei der Kata handelt es sich um einen festgelegten Ablauf der im Kihon erlernten Techniken gegen einen oder mehrere fiktive Gegner. Es gibt 28 Shotokan-Katas, wobei Länge und Schwierigkeit je nach Gürtelfarbe variieren. Obwohl die Durchführung der Kata primär ausschließlich gegen fiktive Gegner erfolgt, gibt es als Steigerungsform der Kata das "Bunkai". Im Bunkai werden die in der Kata gezeigten Techniken in realistischer Anwendung gegen echte Gegner präsentiert.
Jede Kata folgt einem fix vorgegebenem Ablauf. Im sogenannten "Enbusen" sind Techniken, Drehrichtungen, Winkel der Techniken, Schrittstellung und Ähnliches festgelegt. Weiters wird hier definiert, an welcher Stelle der Kata der Kampfschrei (Kiai) erfolgt.

 

3. Kumite (Partnerübung)

Im Kumite kommt es zur Anwendung der erlernten Block-, Angriffs- und Wurftechniken zusammen mit einem Partner.  Je nach Graduierung steigt auch hier der Schwierigkeitsgrad der Anwendung. Neben dem Kumite lernt der Karateka richtiges Fallen und richtiges Abrollen bzw. Techniken, die auch der Selbstverteidigung dienen.
Im Sportkumite kommt es zur Anwendug des Jiyu Kumite, der Freikampf. Im Training jedoch werden viele verschiedene Kumiteformen praktiziert, um den Schülern die Anwendung schrittweise näher zu bringen.

 

 

 

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